Was ist der Kohlweißling und welche Schäden verursacht er am Gemüse?
Definition, Merkmale und Lebensweise des bekannten Tagfalters im Gemüsegarten.
Kurz gesagt
Der Kohlweißling ist ein heimischer Tagfalter aus der Familie der Weißlinge, dessen Raupen als typische Fraßschädlinge an Kohlgemüse gelten. Je nach Witterung bildet der Falter 2 bis 3 Generationen pro Jahr aus, wobei die Weibchen ihre Eier an den Blattunterseiten von Kreuzblütlern ablegen. Im Hochbeet verhindert ein physisches Schutznetz die Eiablage ohne den Einsatz von Chemikalien.
- Unter dem Begriff werden im Gartenbau meist der Große und der Kleine Kohlweißling zusammengefasst.
- Nicht die erwachsenen Schmetterlinge, sondern die schlüpfenden Raupen verursachen den Kahlfraß an den Blättern.
- Ein Weibchen legt bis zu 100 Eier bevorzugt auf Kreuzblütlern wie Weißkohl, Brokkoli, Kohlrabi oder Radieschen ab.
- Kulturschutznetze mit einer Maschenweite von 1,4 bis 2,0 mm (oder Standardgewebe von 1,0 bis 1,2 mm) sperren die Falter mechanisch aus.
Merkmale und Lebensweise
Als Kohlweißling wird ein weit verbreiteter Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae) bezeichnet, dessen gefräßige Raupen im Gemüsebau erhebliche Schäden anrichten. Im gärtnerischen Alltag sind damit vor allem zwei verwandte Arten gemeint: der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae). Die Falter sind an ihren cremeweißen Flügeln mit schwarzen Spitzen und dunklen Flecken leicht zu erkennen.
Je nach Witterung treten 2 bis 3 Generationen pro Jahr auf, sodass die Falter vom Frühjahr bis in den Herbst aktiv sind. Ein einzelnes Weibchen legt bis zu 100 Eier an den Blattunterseiten von Kreuzblütlern ab – beim Großen Kohlweißling geschieht dies in dichten, gelben Gelegen, beim Kleinen Kohlweißling einzeln. Zu den bevorzugten Wirtspflanzen zählen alle Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl und Kohlrabi sowie Rettich, Radieschen und Kapuzinerkresse. Nach dem Schlupf fressen die Raupen innerhalb kurzer Zeit das Blattgewebe bis auf die festen Blattrippen ab und verschmutzen die Pflanzen zusätzlich mit ihrem Kot.
Bedeutung für den Pflanzenschutz am Hochbeet
Da die Schmetterlinge eine relativ große Flügelspannweite besitzen, lassen sie sich im Hochbeet zuverlässig durch physische Barrieren von den Kulturpflanzen fernhalten. Wer Kohlweißling & Gemüsefliegen ohne Chemie abhalten möchte, spannt direkt nach dem Einsetzen der Jungpflanzen ein engmaschiges Gewebe über das Beet. Für den reinen Schutz vor dem Falter reicht bereits eine Insektenschutznetz-Maschenweite von 1,4 bis 2,0 mm (oder das gängige Standardmaß von 1,0 bis 1,2 mm) aus,sofern das Netz auf Bögen geführt wird und die Blätter nicht direkt berührt.
Quellen
- Großer Kohlweißling, Wikipedia, abgerufen am
- Kohlweißling: Tipps zum Erkennen, Vorbeugen und Bekämpfen, Legona, abgerufen am
- Kohlweißling bekämpfen - ganz ohne Chemie!, Wurzelwerk, abgerufen am
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