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Was ist eine Gitterfolie und wofür eignet sie sich am Hochbeet?

Aufbau, Materialeigenschaften und typische Einsatzbereiche der reißfesten Abdeckfolie im Garten.

Von Veröffentlicht am 2 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Gitterfolie ist eine transparente oder leicht milchige Kunststofffolie, in die ein engmaschiges Gewebegitter aus Polyethylen- oder Polypropylenfäden eingearbeitet ist. Diese Armierung macht die Folie deutlich reißfester als einfache glatte Folien. Am Hochbeet dient sie vor allem als witterungsbeständige Abdeckung auf Folientunneln und Frühbeetaufsätzen.

  • Eingearbeitete Kunststofffäden verhindern, dass kleine Beschädigungen oder Stiche im Wind weiter einreißen.
  • Im Gartenbereich sind für bepflanzte Hochbeete vor allem robuste Qualitäten mit einem Flächengewicht um 250 g/m² verbreitet.
  • Für den mehrjährigen Einsatz im Freien ist eine ausgewiesene UV-Stabilisierung des Materials entscheidend.
  • Da das Material wasser- und luftundurchlässig ist, müssen damit abgedeckte Hochbeete regelmäßig gelüftet und gegossen werden.

Aufbau und Eigenschaften

Eine Gitterfolie (oft auch als Gitterplane oder armierte Folie bezeichnet) besteht aus einer mehrschichtigen Kunststoffbahn, meist aus Polyethylen (PE), in deren Mitte ein gitterförmiges Stützgewebe einlaminiert ist. Während eine herkömmliche, glatte Folie bei einem kleinen Loch durch starken Wind schnell komplett einreißt, stoppen die eingewebten Fäden der Gitterfolie den Riss an der nächsten Masche.

Für den Einsatz im Gartenbau verfügen gängige Ausführungen häufig über ein Flächengewicht von etwa 250 g/m² sowie über einen verstärkten Nagelrand, über den sich die Bahn schadlos an Holzrahmen befestigen lässt. Trotz des sichtbaren Gitters lässt das Material ausreichend Tageslicht für das Pflanzenwachstum passieren. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Haltbarkeit im Außenbereich ist eine hohe UV-Stabilität, damit der Kunststoff unter Sonneneinstrahlung nicht vorzeitig versprödet.

Praxisbezug: Einsatz am Hochbeet

Am Hochbeet kommt die Gitterfolie vor allem in der kühlen Jahreszeit oder im zeitigen Frühjahr zum Einsatz. Gespannt über Tunnelbögen und Befestigungen oder getackert auf einen Holzaufsatz, schützt sie empfindliche Kulturen vor Starkregen, Hagel, kaltem Wind und leichtem Frost. Da unter der geschlossenen Decke weder Regenwasser eindringt noch überschüssige Wärme und Luftfeuchtigkeit von selbst entweichen, müssen Gärtner die Abdeckung an sonnigen Tagen öffnen und die Erde manuell bewässern. Worauf es bei der Wahl der Stärke und der Nutzung in der kalten Jahreszeit genau ankommt, erläutert unser Ratgeber zur Hochbeet-Abdeckung für den Winter und zur Folien-Auswahl.

Quellen

  1. Gitterfolie, Aquagart, abgerufen am
  2. Gitterfolie, GEKAHO, abgerufen am

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